UN-Sicherheitsrat

Vereinte Nationen ringen um Flugverbotszone über Libyen

Im libyschen Bürgerkrieg haben die Rebellen erneut die internationale Gemeinschaft aufgefordert, eine Flugverbotszone über Libyen einzurichten. "Jeder hier ist verblüfft, auf wie viele Opfer die internationale Gemeinschaft noch wartet, bevor sie hilft", sagte ein Sprecher einer Koalition von Aufständischen aus Bengasi.

Ohne eine solche Zone rechne man sich kaum noch Chancen gegen die Soldaten von Machthaber Muammar al-Gaddafi aus. Der UN-Sicherheitsrat kam auf Drängen der Arabischen Liga in New York zu entsprechenden Verhandlungen zusammen. Es galt als unwahrscheinlich, dass es noch am gleichen Tag zu einem Beschluss kommen würde. Während Frankreich und Großbritannien für eine Verbotszone sind, stehen unter anderen die Vetomächte China und Russland der Frage zurückhaltend gegenüber. Auch Deutschland und die USA warten bisher noch ab.

In Libyen bombardierte die Luftwaffe die Stadt Adschdabija. Die Armee beschoss außerdem die Ortschaft Suara westlich von Tripolis, die sie am Abend einnahm. Gaddafis Soldaten belagerten unterdessen die letzte wichtige Stadt im Westen, die von den Rebellen gehalten wurde - Misrata. Die Truppen kappten die Wasserversorgung und ließen auch keine Tankwagen durch, wie Augenzeugen erklärten.