Tarifkonflikt

Streik der Lokführer: "Fahrgäste stimmen uns zu"

Roland Parnitzke ist Lokführer im Regionalverkehr der Deutschen Bahn. Doch heute Vormittag wird der Cottbusser seine E-Lok bereits am frühen Morgen anhalten.

Er will wie viele andere Eisenbahner auch dem Aufruf der Lokführer-Gewerkschaft GDL folgen und von 4 Uhr an für insgesamt sechs Stunden die Arbeit niederlegen. Betroffen ist auch die Berliner S-Bahn, die von den beiden letzten Warnstreiks ausgenommen blieb. "Die Arbeitgeber sollten unsere Entschlossenheit nicht unterschätzen. Wir haben durchaus die Kraft und den Willen, bis zum Erfolg durchzuhalten", sagt der 47 Jahre alte Eisenbahner. Mit dem nunmehr bereits vierten Streik innerhalb von gut zwei Wochen will die Lokführer-Gewerkschaft mehr Lohn und einen bundesweit einheitlichen Tarifvertrag für alle Lokführer durchsetzen. "Viele Fahrgäste stimmen unseren Forderungen zu und ermutigen uns zum Weitermachen", meint Parnitzke.

Vertreter der Deutschen Bahn und Politiker kritisieren indes die weitere Eskalation des Tarifkonflikts und fordern die GDL zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf.