Wirtschaftsplan

Sparkurs: Charité will mehr als 200 Stellen streichen

Die Charité will bis Ende 2011 eine schwarze Null präsentieren, muss dafür aber erneut einen harten Sparkurs einschlagen. Dazu sollen auch noch einmal mehr als 200 Stellen gestrichen werden.

Das vergangene Jahr schloss Deutschlands größtes Universitätsklinikum immerhin schon mit einem geringeren Defizit ab als erwartet. Statt mit den bislang kalkulierten 19,9 Millionen Euro steht das die Charité noch mit 17,7 Millionen Euro in den roten Zahlen. Die zusätzlichen Einsparungen von rund zwei Millionen Euro hätten große Kraft gekostet, sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Max Einhäupl am Freitag. So sei der Landeszuschuss 2010 auf den bisher niedrigsten Wert von rund 177 Millionen Euro gesunken. Zum Vergleich: 2009 gab Berlin noch fast 190 Millionen Euro für die Charité aus. Dazu kamen für die Uni-Klinik rund 40 Millionen Euro Mehrausgaben durch Tarifabschlüsse. Für ihren Sparkurs hat die Charité mit ihren rund 13 000 Mitarbeitern nach eigenen Angaben bisher rund 300 Vollzeitstellen gestrichen sowie Flächen und Gebäude verkauft.