Berlin

99 Luftballons gegen eine Hausräumung

Einen Monat nach der Räumung des linksalternativen Wohnprojekts "Liebig 14" ist am Donnerstagvormittag ein weiteres Hausprojekt in Friedrichshain zwangsgeräumt worden.

Den 300 Einsatzkräften und dem Gerichtsvollzieher versuchten die Besetzer mit Luftballons und Sitzblockaden den Weg zu versperren. Gegen Mittag konnte der Gerichtsvollzieher die Zwangsräumung aber doch für erfolgreich beendet erklären.

In dem Erdgeschoss wurden laut Polizei ein Mann und eine Frau angetroffen, die wegen Hausfriedensbruchs unter Zwang aus dem Gebäude gebracht wurden. Unweit des Gebäudes protestierten Gegner der Räumung, die Polizei schätzte ihre Zahl auf 60. Sie riefen "Räume denen, die drin wohnen" und zeigten Transparente, auf denen unter anderem "Freiräume statt Investitionsträume" stand.