Nahverkehr

Senat verhängt Geldstrafe gegen S-Bahn

Unabhängig von den streikbedingten Ausfällen am Dienstag hat der Senat seine Zahlungen an die Berliner S-Bahn erneut gekürzt. Wegen nicht erbrachter Leistungen wird der monatliche Landeszuschuss im Februar um 4,5 Millionen Euro verringert, sagte ein Sprecher von Verkehrssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) der Berliner Morgenpost.

Aufgrund von Zugausfällen und Verspätungen sind dem Tochterunternehmen der Deutschen Bahn AG bereits im Januar zwölf Millionen der monatlich vereinbarten 20 Millionen Euro nicht ausgezahlt worden. Damit summieren sich die Strafabschläge für die S-Bahn seit 2009 auf insgesamt mehr als 115 Millionen Euro.

Die Bahn-Tochter hat ihrerseits das Ende des Winterfahrplans angekündigt. Von Montag an gelten Abfahrtszeiten wie vor dem 24. Januar, als die S-Bahn das Höchsttempo für alle ihre Züge von 80 auf 60 Kilometer pro Stunde reduziert hat. Hintergrund für diese Entscheidung waren die zahlreichen Zugausfälle, die durch Eis und Schnee hervorgerufen worden waren. Ein Großteil dieser technischen Probleme konnte die S-Bahn bislang allerdings nicht lösen. Angesichts anhaltender Nachtfröste warnen Verkehrsexperten bereits vor neuen Winterausfällen. Obwohl der neue Notfahrplan vom ursprünglichen Normalangebot weit entfernt ist, bietet er den Fahrgästen wichtige Verbesserungen. So werden die Züge auf dem Ring im Berufsverkehr wieder alle fünf Minuten fahren. In Richtung Potsdam, Spandau und Wartenberg kehrt die S-Bahn zum früheren Zehn-Minuten-Takt zurück.