Neuseeland

Alles verloren

Das Ehepaar Murray und Kelly James hat Glück im Unglück gehabt. Zwar ist hier Haus in Christchurch (Neuseeland) komplett zerstört, aber die beiden haben überlebt - im Gegensatz zu mindestens 75 anderen Bewohnern der Stadt, die bei einem schweren Erdbeben umkamen.

Für die Rettungskräfte begann am Mittwoch ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit. Intensiv suchten die Helfer weiter nach Verschütteten, laut Behörden wurden noch etwa 300 Menschen vermisst. Die zweitgrößte Stadt Neuseelands war am Dienstag von einem Erdstoß der Stärke 6,3 erschüttert worden, es war das schwerste Beben in Neuseeland seit 1931. Damals waren 256 Menschen ums Leben gekommen. Das Unternehmen AIR Worldwide, das für Versicherer Risiken bewertet, schätzte die Schäden des Bebens in der 340 000-Einwohner-Stadt auf umgerechnet bis zu 6,3 Milliarden Euro. Unter den Todesopfern an der Ostküste der neuseeländischen Südinsel befanden sich auch mehrere Ausländer. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes gab es keine Hinweise auf deutsche Opfer.