Integration

"Wir brauchen den Islam"

Der stellvertretende Landesvorsitzende der Berliner CDU, Thomas Heilmann, hat neue Akzente in der Integrationspolitik der Stadt gefordert. Vor allem mit dem Islam solle man anders umgehen. "Wir brauchen den Islam und sollten ihn nicht bekämpfen", sagte Heilmann der Berliner Morgenpost.

Mit Abschiebung und Ausgrenzung zu drohen, nannte er "kontraproduktiv". Der Islam sei "kein Hindernis, sondern ein Schlüssel für die Integration von Migranten in der Stadt". Führende Innenpolitiker der Union hatten in der Vergangenheit oft die Abschiebung krimineller ausländischer Jugendlicher gefordert. Das ist aus Sicht Heilmanns nicht der richtige Weg. Von einer Abkehr von bisherigen Positionen der Berliner CDU könne jedoch keine Rede sein, möglicherweise aber von einer "Akzentverschiebung", so Heilmann. "Die Stadt braucht eine viel intelligentere Befassung mit dem Problem. Denn ohne Integration der Migranten ist die Wirtschaftspolitik in dieser Stadt zum Scheitern verurteilt." Berlins CDU-Chef Frank Henkel unterstützt die Thesen: "Damit hat er recht."