"BamS"-Reporter zurück in Berlin

"Wir sind überglücklich, wir sind frei"

Glückliches Ende nach mehr als vier Monaten Haft im Iran: Die beiden Reporter der "Bild am Sonntag" ("BamS"), Jens Koch und Marcus Hellwig, sind am Sonntag in Berlin-Tegel gelandet. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hatte die beiden persönlich aus Teheran abgeholt.

Offenbar hatte es kurz zuvor noch einen dramatischen Nervenkrieg zwischen dem Iran und Deutschland gegeben. Westerwelle traf sich sogar mit dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, was wohl eine Bedingung für die Freilassung war. Der Iran nannte das Treffen einen großen außenpolitischen Erfolg.

Die beiden 29- und 45-jährigen Journalisten wurden am frühen Morgen von ihren Angehörigen am Flughafen erwartet. Die Reporter seien geschwächt, aber wohlauf, hieß es. Nun sollen sie sich zunächst von den Strapazen der Haft im Iran erholen. Die Zeitung zitierte ihre freigelassenen Mitarbeiter mit den Worten: "Wir sind überglücklich, wir sind frei." Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte: "Ich hoffe, sie erholen sich bald - körperlich wie seelisch - und können die schlimmen Erlebnisse der letzten Monate überwinden." Westerwelle bedankte sich bei allen, die an der Lösung dieses "sehr komplizierten Falles" mitgewirkt hätten.

Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG ("Bild", "Welt", Berliner Morgenpost), sagte am Sonntag: "Für Jens Koch und Marcus Hellwig waren die vergangenen Monate sicher die schlimmste Zeit ihres Lebens. Ich bin unendlich dankbar und froh, dass dies nun ein Ende hat. Wir werden alles tun, um sie bei der Rückkehr in ein normales Leben zu unterstützen."