Berlin-Trend

Jedem dritten Berliner ist die Miete zu hoch

Eine breite Mehrheit der Berliner spricht sich für den Ausbau des landeseigenen Wohnungsbestandes aus.

83 Prozent fordern vom Senat die Bereitstellung bezahlbarer Wohnungen in allen Stadtteilen, um eine "gute soziale Durchmischung der Bevölkerung zu sichern", ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Infratest Dimap im Auftrag der Berliner Morgenpost und der RBB-"Abendschau". Nur 16 Prozent der Befragten gaben an, das Land solle durch den Verkauf von städtischen Wohnungen und Grundstücken den Haushalt sanieren.

Fast jeder dritte Berliner ist in jüngerer Vergangenheit wegen zu hoher Mieten umgezogen oder hat über einen Umzug nachgedacht. Zehn Prozent der Berliner sind demnach umgezogen, 18 Prozent haben wegen der Mietbelastung darüber nachgedacht. Jeder zweite Berliner hat der Umfrage zufolge festgestellt, dass sich die soziale Mischung einzelner Stadtteile verschlechtert hat (48 Prozent). Zwölf Prozent haben eine Verbesserung ihres Umfeldes festgestellt. Jeder Dritte bemerkte keine Veränderung.