Altersteilzeitregelung

Schwarz-Gelb streitet um Rente mit 60

Die FDP will die Ende 2009 auslaufende Altersteilzeitregelung nicht verlängern und setzt sich stattdessen für eine Rente mit 60 ein. Das neue Angebot solle Arbeitnehmern ab 60 Jahren die Möglichkeit zum vorzeitigen Ausscheiden aus dem Berufsleben geben, sagte der FDP-Vizefraktionschef Heinrich Kolb der "Bild"-Zeitung.

"Künftig soll jeder Arbeitnehmer ab 60 die Möglichkeit haben, sich für eine Teil- oder Vollrente zu entscheiden." Zugleich müssten die Hinzuverdienstgrenzen für Rentner fallen, so Kolb weiter.

Die Union und Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt lehnten den FDP-Vorstoß ab. "Bei diesem Modell würden die Abschläge zur Rente so hoch sein, dass sich dies ein normaler Arbeitnehmer nicht leisten kann", sagte der CDU-Rentenexperte Peter Weiß der "Rheinischen Post". Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt verwies auf die immer älter werdende Bevölkerung und nannte eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit unerlässlich. Die Linke sieht Rentner mit 60 bereits "zum Tütenpacken beim Discounter" verdonnert. Auch für die Gewerkschaft Ver.di bedeutet die Rente ab 60 "Altersarmut per Gesetz". Vorstand Elke Hannack rechnete vor, so komme eine heute 45-jährige Frau, die nach bisherigem Recht mit 67 Jahren beispielsweise 1000 Euro Rente zu erwarten hätte, bei einem Renteneintritt mit 60 Jahren nur noch auf 550 Euro monatlich.