Ägypten

Warten auf Mubaraks Rücktritt

In Ägypten hat es nach fast zwei Wochen Protest erstmals eine leichte Annäherung zwischen Regierung und Opposition gegeben.

Während auf dem Tahrir-Platz weiter Tausende Demonstranten ausharrten und dabei auch Panzer als Schlafstätte nutzten, traf sich Vizepräsident Omar Suleiman mit Vertretern der Regierungsgegner. Die Ergebnisse fielen allerdings dürftig aus: Man habe sich darauf geeinigt, eine Gruppe einzusetzen, die weitere Gespräche vorbereiten solle, erklärten beide Seiten im Anschluss. "Der Prozess ist undurchsichtig", kritisierte Friedensnobelpreisträger Mohammed al-Baradei. Er sprach sich in einem Interview mit dem TV-Sender CNN für Neuwahlen erst in einem Jahr aus. Eine einjährige Übergangszeit mit einer "Übergangsregierung der nationalen Einheit" sei nötig, um freie und faire Wahlen zu gewährleisten, sagte er.