Bildung

Berliner Hochschulen fürchten Ansturm der Studenten

Die Berliner Universitäten fühlen sich dem erwarteten Ansturm von Abiturienten nicht gewachsen. Doppelte Abitur-Jahrgänge und der Wegfall der Wehrpflicht bringen deutlich mehr junge Leute als in den vergangenen Jahren an die Hochschulen.

Die Technische Universität (TU) ist nach Angaben von Vizepräsident Wolfgang Huhnt wenig optimistisch, dass die bisher ergriffenen Maßnahmen zur Bewältigung der hohen Nachfrage ausreichen werden.

So werde es kurzfristig nicht mehr Personal an den Hochschulen geben, dazu fehle einfach das Geld. "Wir können definitiv keine zusätzlichen Hochschullehrer einstellen", sagte Huhnt. Zudem fehle es für Übungen und Praktika nicht nur an Betreuern, sondern auch an Laboren.

Die Hochschule könne bereits jetzt den Andrang an Erstsemestern kaum bewältigen. "Wir haben heute schon eine Auslastung von 105 Prozent." Anders als in anderen Bundesländern gibt es in der Hauptstadt keine Studiengebühren. Das macht Berlin sehr attraktiv. Im Jahr 2006 begannen rund 20 000 Studienanfänger an den drei Universitäten. Im Jahr 2012 rechnet die Bildungsverwaltung mit 31 500 Erstsemestern.