Sicherheit

Entlassener Sexualverbrecher zwei Tage lang in Berlin

Der entlassene Sexualstraftäter Karl D., der bislang in Nordrhein-Westfalen unter dem Protest von Anwohnern bei seinem Bruder gelebt hatte, hat sich zwei Tage lang in Berlin aufgehalten. Das erfuhr die Berliner Morgenpost aus Sicherheitskreisen.

Am Freitagabend gab er dem massiven Überwachungsdruck der Berliner Polizei nach, die ihn mit uniformierten und zivilen Beamten rund um die Uhr observiert hatte. Gegen 17 Uhr fuhr er - in Begleitung mehrerer Beamten - zurück nach Aachen, wo eine Wohnung für ihn organisiert wurde. Karl D. hatte wegen brutaler Quälung und Vergewaltigung zweier Mädchen 14 Jahre in bayerischer Haft gesessen, bereits früher hatte er auf gleiche Art eine 17-Jährige vergewaltigt. Nach der Verbüßung seiner Haftstrafe hatte die zuständige Staatsanwaltschaft München nachträgliche Sicherungsverwahrung beantragt, die Richter dort sahen die rechtlichen Voraussetzungen aber nicht gegeben. Der Mann zog schließlich nach Nordrhein-Westfalen.

Am Mittwoch war der 58-Jährige am Hauptbahnhof angekommen, wo er von mehreren Zivilpolizisten erwartet wurde. Der Mann mietete sich ausgerechnet in einem Jugendhotel an der Lehrter Straße in Moabit ein, von wo ihn die Polizei aber verwies. Seit Donnerstagabend wohnte er in der Stadtmission - in der gleichen Straße, keine 200 Meter entfernt.