Kriminalität

Täter gesteht: Mirco war ein Zufallsopfer

Der zehnjährige Mirco musste sterben, weil der Tatverdächtige "beruflichen Stress" hatte. Das teilte der Leiter der Sonderkommission "Mirco", Ingo Thiel, am Freitag mit. Der Zehnjährige sei ein "absolutes Zufallsopfer" gewesen, so Thiel weiter.

Der 45-jährige Olaf H. habe den Schüler am 3. September entdeckt, ihn aufgefordert, in seinen Dienstwagen zu steigen und später offenbar versucht, das Kind sexuell zu missbrauchen. Anschließend habe er den Jungen getötet und am Tatort liegen lassen. Pädophile Neigungen wurden laut Thiel bei dem dreifachen Vater nach den bisherigen Ermittlungen nicht festgestellt. Es sei ihm darum gegangen, einen Menschen in seiner Gewalt zu haben und Macht über ihn auszuüben. "Er brauchte jemanden, den er kontrollieren kann." Der Mann sei eine "Zeitbombe" gewesen, so Soko-Leiter Thiel weiter.