Kulturpolitik

Wowereit startet neuen Anlauf für Kunsthalle in Berlin

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) macht einen neuen Anlauf für die seit Langem geplante Kunsthalle für zeitgenössische Kunst.

Mithilfe der renommierten Experten Klaus Biesenbach (New York), Christine Macel (Paris) und Hans Ulrich Obrist (Schweiz) soll bis zum Sommer 2011 eine Ausstellung entstehen, bei der vor allem junge, in Berlin arbeitende Künstlerinnen und Künstler einen Überblick über ihr Schaffen geben. Dafür ist der Humboldthafen als Ausstellungsort vorgesehen.

"Mit dieser Bestandsaufnahme wollen wir die Debatte über eine ständige Berliner Kunsthalle beleben und so qualifizieren, dass Senat und Abgeordnetenhaus mit dem nächsten Haushalt eine Entscheidung fällen können", sagte Wowereit. Die Hauptstadt hat trotz ihrer vielen hochkarätigen Museen bisher keinen zentralen Ausstellungsort für zeitgenössische und noch nicht fest etablierte Kunst. Langjährige Bemühungen waren gescheitert. Die als Zwischenlösung eingerichtete temporäre Kunsthalle am Schlossplatz wurde wie geplant Ende August nach zwei Jahren geschlossen. Mehr als 200 000 Besucher hatten die Ausstellungen besucht.