Verkehr

BBI: Flugsicherung wehrt sich gegen Vorwürfe

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat Behauptungen zurückgewiesen, wonach die vorgeschlagenen Flugrouten am BBI auf veralteten Daten beruhen. DFS-Sprecher Axel Raab sagte gestern in Potsdam, Grundlage seien die jüngsten offiziell verfügbaren Bevölkerungszahlen.

Diese hätten den Stand von Ende 2008. "Neue Zahlen gibt es nicht." Auch die Vorwürfe über angeblich falsche Angaben zu den Flughöhen wies Raab zurück.

Neben der Flugsicherheit sei der Schutz der Bevölkerung vor Lärm ein wichtiges Entscheidungskriterium, betonte der Sprecher. "Wir versuchen immer, einen Weg zu finden, wo möglichst wenige Menschen betroffen sind." Schon aus Umweltgründen müssten zu lange Flugwege vermieden werden, um den CO2-Ausstoß nicht unnötig zu erhöhen. "Wir versuchen, dicht besiedelte Gebiete zu umfliegen." Nur sei das in Regionen wie Berlin-Brandenburg, Nordrhein-Westfalen oder dem Rhein-Main-Gebiet sehr schwierig. "Sie werden immer irgendjemanden treffen."

Gleichzeitig versuchte Raab zu beschwichtigen: Die Flugrouten seien nur ein erster Vorschläg, der diskutiert werde. Man habe noch "eine Menge Spielraum". Wann die Flugrouten endgültig festgelegt werden, konnte Raab nicht sagen. Dies hänge davon ab, wie schnell es eine Einigung mit der regionalen Fluglärmkommission gebe. Dieses Gremium habe jetzt 34 Mitglieder, was eine Verständigung nicht einfacher mache. "Je nachdem, wie viele Änderungswünsche kommen, desto länger dauert auch der ganze Prozess."

Demgegenüber drängte auch Flughafensprecher Ralf Kunkel zur Eile. "Wir brauchen eine zügige Lösung", sagte er gestern.