Abgeordnetenhaus

Berliner Top-Manager müssen Details zu Gehältern offenlegen

Top-Manager in Berliner Landesbetrieben müssen bald nicht nur ihre Jahresbezüge individuell veröffentlichen, sondern auch die Zusammensetzung aus festem Gehalt, Prämien und Gewinnbeteiligungen offenlegen.

Der Gesetzesantrag, den die rot-rote Koalition ins Abgeordnetenhaus eingebracht hat und der noch vor der Sommerpause verabschiedet werden soll, sieht zudem vor, dass mögliche Abfindungsregelungen sowie Zahlungen für Versicherungen und Pensionen im Jahresbericht aufgelistet werden müssen.

Frank Jahnke, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus, sagte: "Wir wollen eine möglichst große Transparenz bei den Gehältern erreichen." Vorbild ist Nordrhein-Westfalen. Der Opposition geht der Gesetzesantrag allerdings nicht weit genug. So fordert die FDP auch eine Ausweitung auf freie Träger, damit sich Affären wie bei der Treberhilfe nicht wiederholten, so der FDP-Partei- und Fraktionsvorsitzende Christoph Meyer.