Steuerforderung

Immer Streit um Asterix

Es ist eine Geschichte ganz wie aus einem Asterix-Band: Auf der einen Seite der gallische Held, auf der anderen das ganze Römische Imperium, vertreten durch die französischen Finanzbehörden. Asterix, das ist in diesem Fall sein Zeichner Albert Uderzo, der dafür bekannt ist, genauso streitbar zu sein wie sein kleiner, gewitzter Gallier.

Gemeinsam mit René Goscinny hat Uderzo die Serie um das gallische Dorf kreiert und ist damit zu einem der erfolgreichsten Comic-Zeichner der Welt geworden. Genau das wirft ihm der Fiskus jetzt vor. "Die Finanzbehörden haben entschieden, dass ich niemals Ko-Autor der ersten 24 Alben war, sondern nur der Zeichner", sagte der 83-Jährige dem französischen Literaturportal "ActuaLitté". 203 000 Euro solle ihn der feine Unterschied nachträglich kosten. Weil Zeichner steuerlich anders veranlagt werden als Autoren.

Ganz im Sinne von Asterix, der nur davor Angst hatte, dass ihm der Himmel auf den Kopf fällt, sagt Uderzo: "Ich werde kämpfen. Selbstverständlich war ich mit Goscinny Ko-Autor." Das Verhalten der Behörden sei beschämend. Dass er an den Abenteuern des tapferen kleinen Galliers als Mitautor mitwirkte, stehe in allen Verträgen. "Ich hoffe, dass mein Anwalt mir helfen wird, Licht in die Sache zu bringen", sagt Uderzo.

Die Römer - pardon: Die Behörden - wollen sich bislang nicht äußern. "Kein Kommentar", heißt es zu dem Vorgang. Dass Uderzo schnell aufgeben wird, ist unwahrscheinlich. Er hat bereits mehrere jahrelange Prozesse hinter sich - sowohl mit dem Verlag Dargaud wie auch mit seiner eigenen Tochter.