Migrationsbericht

Zahl der Ausländer in Deutschland und Berlin sinkt

Im Jahre 2009 sind erneut mehr Menschen aus Deutschland abgewandert als zugezogen. Laut dem am Mittwoch im Bundeskabinett verabschiedeten Migrationsbericht verließen 12 782 mehr Menschen Deutschland (insgesamt 733 796), als neu hinzukamen (721 014).

2008 war die Zahl noch höher: Da zogen rund 55 743 Menschen mehr weg als zu. 96 000 Menschen wurden 2009 eingebürgert (2008: 95 000).

Laut dem Bericht ging die Zahl ausländischer Staatsbürger in Deutschland 2009 Personen zurück. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung lag bei rund 8,7 Prozent (2008: 8,8 Prozent). Seite Mitte der Neunzigerjahre ist der Anteil nicht mehr gestiegen. Die größte Ausländergruppe sind mit 24,8 Prozent die Türken. Zugleich wanderten aber im vierten Jahr in Folge mehr türkische Staatsangehörige aus Deutschland ab, als aus der Türkei kamen.

Auch Berlin hat dem Bericht zufolge eine negative Migrationsbilanz. 2009 kamen 53 306 Menschen aus dem Ausland in die Hauptstadt, 61 142 Menschen verließen Berlin. Damit liegt das Minus bei 7836.

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), forderte, auch beim Zuzug von Fachkräften stärker deren Integration in den Blick zu nehmen. Zugleich müsse Deutschland "für kluge Köpfe aus aller Welt" attraktiver gemacht werden.