Prozess

Love-Parade-Unglück: Staatsanwalt ermittelt gegen Stadtverwaltung

Ein halbes Jahr nach der Love-Parade-Katastrophe gerät die Duisburger Stadtverwaltung zunehmend ins Visier der Ermittler. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen gegen 16 Verdächtige auf, von denen elf städtische Mitarbeiter sind.

Bei dem Unglück im Juli waren 21 Menschen ums Leben gekommen.

Der im Kreuzfeuer der Kritik stehende Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) ist aber nicht dabei, hieß es aus Justizkreisen. Auch gegen den Chef des Veranstalters Lopavent, Rainer Schaller, werde derzeit nicht ermittelt. Die Behörde wollte am Dienstag aber nicht ausschließen, dass später noch weitere Verdächtige in den Kreis der Beschuldigten einbezogen werden könnten.

Nach Informationen von "Spiegel Online" sind unter den Beschuldigten der Rechts- und der Stadtentwicklungsdezernent sowie die stellvertretende Leiterin des Ordnungsamtes und der sogenannte Crowd Manager von Lopavent sowie ein Leitender Polizeidirektor.