Nahverkehr

IHK will Berliner S-Bahn in drei Teile zerschlagen

Angesichts der andauernden Probleme bei der S-Bahn dringt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin auf eine schnelle Ausschreibung des künftigen Zugbetriebs. Die IHK schlug am Dienstag vor, den S-Bahn-Betrieb in drei Teilnetze zu gliedern und zeitlich gestaffelt auszuschreiben.

Als erstes Teilnetz sollte nach diesem Konzept schon bis Ende Juni die Nord-Süd-Verbindung (S 1, S 2, S 25) europaweit Bahnunternehmen angeboten werden, wie die Kammer mitteilte. Betriebsstart könnte dort 2018 sein. Im Abstand von jeweils fünf Jahren könnten dann die Ringbahn und die Stadtbahn ausgeschrieben werden. Der aktuelle Verkehrsvertrag mit der S-Bahn Berlin GmbH endet im Dezember 2017.

Gegen eine Ausschreibung hatten sich zuletzt die Regierungsparteien SPD und Linke ausgesprochen. Unterstützung bekommen sie von der Bahngewerkschaft EVG. Sie kritisierte das Konzept der Industrie- und Handelskammer am Dienstag scharf. Bei einer Zerschlagung der S-Bahn in drei Teilnetze fürchtet die Gewerkschaft unter anderem Probleme bei der Abstimmung der Fahrpläne und den Verlust Hunderter Arbeitsplätze in der Hauptstadt.