Verbraucher

Dioxin-Skandal: Minister beschließen strengere Kontrollen

Schärfere Kontrollen, mehr Schutz für die Landwirte und härtere Meldepflichten: Bund und Länder haben sich nach dem Dioxin-Skandal auf ein umfassendes 14-Punkte-Paket verständigt.

Die Kontrollen der Futtermittelhersteller bleiben aber Ländersache, hieß es am Dienstag nach einer Sonderkonferenz der Agrar- und Verbraucherminister in Berlin. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) forderte einen Wettbewerb zwischen den 16 Ländern um die besten Kontrollen. "Wir werden die Konsequenzen aus dem Dioxin-Skandal ziehen - und zwar schnell und entschlossen", sagte Aigner. Bei Verstößen und überschrittenen Grenzwerten wird eine Meldepflicht nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Labore angestrebt. Im aktuellen Skandal hatte ein privates Labor bereits im März erhöhte Dioxinwerte in Fettproben des im Fokus der Ermittlungen stehenden Unternehmens aus Schleswig-Holstein gemessen. Das Unternehmen hatte dies aber nicht gemeldet.