Berlin-Trend

S-Bahn-Desaster macht den Berlinern die meisten Sorgen

Die Krise im Nahverkehr und das Desaster bei der S-Bahn sind die Probleme, die den Berlinern zu Beginn des Wahljahres 2011 die größten Sorgen bereiten. Dagegen hat das Thema Arbeitslosigkeit deutlich an Bedeutung verloren. 21 Prozent der Bürger halten den Verkehr für das größte Problem der Stadt.

Die Bürger haben eine klare Meinung, wer die Verantwortung trägt für das Dilemma mit der S-Bahn, die seit zwei Jahren nur eingeschränkt unterwegs ist. Die Schuld sehen sie überwiegend beim Mutterkonzern Deutsche Bahn, dann bei der S-Bahn selbst und auch bei der Bundesregierung. Nur 14 Prozent machen den Senat für die Krise verantwortlich, obwohl eine breite Mehrheit (83 Prozent) mit dem Krisenmanagement der Stadtregierung unzufrieden ist. Diese Ergebnisse hat der Berlin-Trend ergeben, für den Infratest Dimap im Auftrag der Berliner Morgenpost und der RBB-"Abendschau" am 5. und 6. Januar 1000 wahlberechtigte Berliner befragte. Die Stimmung der Berliner deutet darauf hin, dass es relativ aussichtslos sein dürfte, die S-Bahn-Krise zum Hauptthema für den Wahlkampf zur Abgeordnetenhauswahl am 18. September zu machen.