Anschlag

Amerika schweigt in Trauer

Der Todesschütze von Arizona hat den Mordanschlag auf die Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords wohl gezielt geplant.

Bei einer Durchsuchung im Haus des 22-jährigen Jared Lee Loughner fanden die Beamten entsprechende Hinweise. So wurde ein Brief in einem Safe entdeckt, in dem Sätze wie "Ich habe vorausgeplant" und "Mein Attentat" zu lesen gewesen seien. Neben dem Namen von Giffords habe in dem Brief die Unterschrift des Verdächtigen gestanden, erklärten die Ermittler. Die Tatwaffe soll der 22-Jährige im November gekauft haben. Bei einer ersten Anhörung Loughners vor einem Bundesgericht wurde am Montag eine Freilassung gegen Kaution abgelehnt.

Loughner ist angeklagt, am Sonnabend der demokratischen Politikerin bei einer Fragestunde in einem Einkaufszentrum in den Kopf geschossen und dann in die Menge gefeuert zu haben, wobei sechs Menschen starben. Den Zustand der Abgeordneten bezeichneten Ärzte als "stabil". Die Motive des anscheinend verwirrten Todesschützen, der laut Polizei als Einzeltäter handelte, sind immer noch unbekannt. Aus Gerichtsunterlagen geht hervor, dass Loughner bereits 2007 Kontakt zu Giffords hatte. Ein Beweis dafür sei ein an Loughlin adressiertes Schreiben. In dem Brief bedanke sich Giffords bei dem Verdächtigen für dessen Teilnahme an einer ihrer Kundgebungen.

Unterdessen trauert Amerika um die Opfer: US-Präsident Barack Obama rief für den Vormittag zu einer Schweigeminute auf. An Bundesgebäuden im ganzen Land wurden die Flaggen auf halbmast gesetzt.