Sicherungsverwahrung

Justizminister planen "individuelle Betreuung" für Schwerverbrecher

Berlin und Brandenburg haben ein gemeinsames Konzept für die Sicherungsverwahrung entwickelt. Im Mittelpunkt steht dabei, Straftäter engmaschig und individuell zu betreuen, um so möglichst keine Sicherungsverwahrung verhängen zu müssen.

"Unser Ziel lautet: Reintegration in Freiheit und nicht eine möglichst lange Haftzeit", sagte Berlins Justizsenatorin Gisela von der Aue (SPD) am Mittwoch bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Brandenburgs Justizminister Volkmar Schöneburg (Linke). Die Unterbringung der Schwerverbrecher soll sich deutlich von der Haft unterscheiden und ein vielfältiges Therapie- und Bildungsangebot umfassen, aber an die Gefängnisse angebunden sein. Standortfragen seien noch nicht geklärt, hieß es. Beide Länder wollen dabei kooperieren.