Dioxin-Skandal

Dioxin: Aigner hält Verursacher für unglaubwürdig

Im Skandal um dioxinverseuchtes Viehfutter ermittelt die Staatsanwaltschaft jetzt gegen die Herstellerfirma.

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) nannte am Dienstag die Erklärungsversuche der Verantwortlichen für die Verseuchung großer Chargen von Eiern, von Puten- und Schweinefleisch "wenig glaubwürdig". Auslöser des jüngsten Skandals ist industrielles Fertigfutter, dem versehentlich oder absichtlich Ausgangsstoffe für technisches Schmierfett beigemischt wurden. Dioxin kann Krebs auslösen oder begünstigen.

Unterdessen geben die ersten Experten für die Verbraucher vorläufige Entwarnung. Vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) war zu hören, dass die bislang ermittelten Dioxingehalte "keine akute Gesundheitsgefahr für Verbraucher" darstellten. Die überhöhten Dioxinwerte in einigen untersuchten Eiern seien natürlich "nicht gut", sagte ein BfR-Sprecher. Aber "wer Eier gegessen hat, muss sich um seine Gesundheit deswegen keine Sorgen machen", fügte er hinzu.Das gelte auch für Kinder. Neben den Kontrollbehörden der Bundesländer wird der Dioxinskandal auch den Agrarausschuss des Bundestages beschäftigen.

Mit Dioxin belastetes Tierfutter war an Hunderte Bauernhöfe in mehreren Bundesländern verkauft und dort an Legehennen, Mastputen und Mastschweine verfüttert worden.