IHK

"Die S-Bahn schwächt den Standort Berlin"

Warten auf den Zug, der nicht kommt: Am ersten Arbeitstag im neuen Jahr rollte die S-Bahn nur mit etwas mehr als 200 sogenannten Viertelzügen statt der vertraglich zugesicherten 562.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) sieht in der mit dem Winterchaos überforderten S-Bahn inzwischen eine Belastung für den Standort Berlin. "Die Berliner Wirtschaft kann diesen unhaltbaren Zustand nicht akzeptieren", sagte am Montag IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Eder.

Die Uhr tickt für die Deutsche Bahn. Am Mittwochabend läuft ein Ultimatum der Berliner Verkehrssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) aus. Das Land erwarte von der S-Bahn eine "zeitnahe und aktuelle Information der Fahrgäste", die schnellstmögliche Behebung der Mängel, die dauerhafte Sicherung des Verkehrs sowie weiteren Schadenersatz für die Kunden, sagte ihr Sprecher. Die Bahn wollte sich gestern nicht zu den Forderungen äußern.