Frühkritik

Staatsopern-Premiere im Schiller-Theater

Glanzvoll sollte das Schiller-Theater mit der Uraufführung von Jens Joneleits Oper "Metanoia" frei nach Nietzsche wiedereröffnet werden.

Keinesfalls wollte das Staatsopern-Ensemble ein Requiem auf den kürzlich verstorbenen Regisseur Christoph Schlingensief zelebrieren. Nun ist es doch eines geworden, vor allem weil Schlingensief fehlt. Die Aufführung ist voller Löcher und Ungereimtheiten, es fehlt die rituelle Unruhe, die selbstverliebte Verzweiflung. Jetzt legt der spröde Text von René Pollesch dem Publikum einen philosophietrunkenen Stein nach dem anderen in den Weg. Einzig Joneleits Musik gelingen spirituelle Momente. Daniel Barenboim und seine Staatskapelle kosten sie aus. Am Ende werden alle gefeiert - zuerst aber vor allem die Wiedereröffnung des Hauses. vbl

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