Rede

Wulff: Der Islam gehört zu Deutschland

In einer eindringlichen und viel gelobten Rede zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit hat Bundespräsident Christian Wulff in Bremen Einwanderer zur Integration aufgefordert.

Zugleich ermahnte er aber auch die Deutschen zu Toleranz und Offenheit. "Wer unser Land und seine Werte verachtet, muss mit entschlossener Gegenwehr rechnen", sagte Wulff vor mehr als 1400 geladenen Gästen. Es werde "zu Recht" auch erwartet, dass sich jeder, der hier leben wolle, "nach seinen Fähigkeiten" in das Gemeinwesen einbringe. Zugehörigkeit dürfe nicht auf einen Pass, eine Familiengeschichte oder einen Glauben verengt werden. Neben dem Christentum und dem Judentum gehöre inzwischen auch der Islam zu Deutschland. "Natürlich bin ich auch der Präsident der Musliminnen und Muslime", sagte Wulff unter großem Applaus. Rund 350 000 Menschen feierten in Bremen den Jahrestag. Auch in Berlin kamen rund 300 000 Menschen zur Einheitsfeier.