Reemtsma streicht 420 Arbeitsplätze in Berlin

- Der Zigarettenkonzern Imperial Tobacco hat angekündigt, seine Fabrik in Berlin schließen zu wollen. Alle 420 Stellen an dem Standort an der Mecklenburgischen Straße in Wilmersdorf fallen bis zum Ende des Jahres 2011 weg, teilte die deutsche Imperial-Tochter Reemtsma gestern mit. Im Gegenzug würden rund 90 neue Stellen im Werk Hannover-Langenhagen sowie weitere 80 Stellen in der Reemtsma-Zentrale in Hamburg geschaffen. Unter dem Strich gehen somit rund 250 von 2000 Arbeitsplätzen des Konzerns in Deutschland bis 2011 verloren. Das Berliner Werk produziert jährlich rund 17 Milliarden Zigaretten verschiedener Marken wie West, R1, JPS und Peter Stuyvesant.

Die Maßnahmen sind Teil einer weltweiten Umstrukturierung des Unternehmens nach der Übernahme des spanischen Konkurrenten Altadis. Insgesamt sollen sechs von 58 Werken geschlossen und 2440 von rund 40 000 Stellen abgebaut werden. Durch die Restrukturierung sollen zum Ende des Geschäftsjahres 2010 (30. September) 300 Millionen Euro eingespart werden. Die Berliner Produktion werde in das polnische Werk Tarnowo sowie in das modernere Werk nach Langenhagen verlegt, so Reemtsma.

Der Wirtschaftsexperte der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Heiko Melzer, forderte Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke) auf, mit der Konzernleitung von Imperial Tobacco Gespräche über die Zukunft der Mitarbeiter zu führen.