Berlin: Gericht urteilt über Mathe-Prüfung

- Die Wiederholung einer Mathematikprüfung für 28 000 Schüler in Berlin beschäftigt nun das Verwaltungsgericht. Bereits am Montag habe eine Schülerin durch ihre Rechtsanwältin einen Eilantrag gestellt, die Klausur nicht schreiben zu müssen, sagte Gerichtssprecher Stephan Groscurth gestern. Bei der Schülerin handelt es sich nach Angaben ihrer Rechtsanwältin Sibylle Schwarz um eine Oberschülerin aus Hohenschönhausen. "In einem Rechtsstaat wie dem unseren muss man von der Unschuld eines Menschen ausgehen, so lange, bis seine Schuld bewiesen ist", teilte Schwarz mit. Daran müsse sich auch Schulsenator Jürgen Zöllner (SPD) halten, "der alle Schüler, die nicht betrogen haben, in Sippenhaft nimmt". Die Klausuren sollten daher korrigiert und an die Schüler zurückgegeben werden. Mit einer Entscheidung des Gerichts werde spätestens am Freitag gerechnet. Falle diese im Sinne der Schülerin aus, gelte der Gerichtsentscheid streng genommen auch nur für sie, sagte Groscurth. Seite 11