Demonstration

Atomkraftgegner fluten Regierungsviertel

Mit diesem Erfolg hatten selbst die Veranstalter nicht gerechnet. Bis zu 100 000 Menschen kamen gestern in das Berliner Regierungsviertel, um gegen die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke zu protestieren.

Die Demonstranten bildeten dabei eine Menschenkette rund um Reichstag und Kanzleramt, bevor sie sich zu einer symbolischen Sitzblockade niederließen, die später mit einem lautstarken "Atom-Alarm" aus Zehntausenden Trillerpfeifen und Tröten wieder beendet wurde. Die Veranstalter sprachen von einem "tollen Erfolg. Das Regierungsviertel wurde nicht nur umzingelt, sondern geflutet", sagte ein Sprecher. "Frau Merkel hat unterschätzt, dass jetzt wieder ein gesellschaftlicher Großkonflikt ausbricht, den wir bereits befriedet hatten", sagte SPD-Chef Sigmar Gabriel am Rande der Kundgebung.