Schulstart

Berlins Schulen fehlt Geld für Vertretungslehrer

Viele Berliner Schulen sind gestern mühselig in das neue Schuljahr gestartet. Einem Teil der Bildungseinrichtungen fehlen Lehrkräfte, andere müssen den Unterricht bei laufenden Bauarbeiten organisieren.

Die Vereinigung der Berliner Schulleiter geht davon aus, dass etwa 250 Lehrkräfte fehlen. "Viele Schulen werden nicht in der Lage sein, zügig die anstehenden Reformen umzusetzen, sondern müssen mit Notplänen, Unterrichtsausfall und Krisenmanagement das neue Schuljahr beginnen", warnte Paul Schuknecht von der Vereinigung der Schulleiter. Bildungssenator Zöllner (SPD) hatte vor dem Schulstart lediglich eingeräumt, dass noch 80 Stellen besetzt werden müssten. Er hält aber dennoch daran fest, dass alle Schulen eine 100-prozentige Lehrerausstattung haben werden.

Problematisch wird es für viele Schulen in den nächsten Monaten werden, Vertretungslehrer einzukaufen. Die Bildungsverwaltung hatte vor den Ferien angeordnet, dass die Schulen die Vertretungsmittel, die sie im Vorjahr eingespart haben, an die Verwaltung zurückzahlen müssen. Viele Bildungseinrichtungen haben deshalb nun kein Geld mehr, um Vertretungskräfte für das neue Schuljahr zu finanzieren oder Arbeitsgemeinschaften einzurichten. Sie werfen dem Bildungssenator Wortbruch vor. Das Personalkostenbudget habe den Schulleitern die Möglichkeit gegeben, Unterrichtsausfall zu mindern und sinnvolle Projekte in die Schule zu holen. Die Schulleiter fordern deshalb jetzt eine neue Konzeption für das Personalkostenbudget.