Haushalt

Millionenverluste: Bezirke fordern mehr Geld für Kitas

Die Kita-Eigenbetriebe, die 305 der insgesamt 1850 landeseigenen Kindertagesstätten betreiben, werden Ende des Jahres ein Millionendefizit machen, wenn die Finanzverwaltung nicht gegensteuert.

Grund sind die hohen Personalkosten, die wegen veränderter Tarifverträge anfallen und auch deshalb zustande kommen, weil die fünf Unternehmen sehr viele ältere Mitarbeiterinnen mit einer hohen Besoldungsstufe haben. Die Bezirke werfen dem Senat nun vor, diese Tatsachen bei der Gründung der Eigenbetriebe nicht berücksichtigt zu haben. Sie fordern einen Finanzausgleich. Bisher haben die Eigenbetriebe versucht, mögliche Defizite durch Quersubventionierungen auszugleichen. Mittel für Bauunterhaltung seien in den Topf für die Personalkosten gewandert, sagt Neuköllns Jugendstadträtin Gabriele Vonnekold. Das sei aber keine Lösung. Würde das noch Jahre so weitergehen, wären sämtliche Gebäude der staatlichen Kitas bald vollkommen marode. CDU-Haushaltsexperte Uwe Goetze forderte den Senat auf, Schulexperimente wie das Gemeinschaftsschulprojekt zu stoppen und das Geld stattdessen in die Kitas zu stecken. Die frühkindliche Bildung müsse gefördert werden.