Nahverkehr

Rot-Rot will den Betrieb der S-Bahn an die BVG geben

In Berlins rot-roter Koalition wächst die Bereitschaft, die landeseigene BVG auch mit dem Betrieb der S-Bahn zu betrauen. Dafür haben sich neben dem parteilosen Finanzsenator Ulrich Nußbaum auch der Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke) und der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Abgeordnetenhausfraktion, Christian Gaebler, ausgesprochen.

Die Entscheidung darüber, ob ein Drittel des S-Bahn-Netzes offen ausgeschrieben oder per Direktvergabe an die BVG vergeben wird, soll noch in diesem Jahr fallen. Wirtschaftssenator Wolf sagte, er halte es "für wichtig, dass wir hier kommunalen Einfluss bekommen. Deswegen hat die BVG als kommunales Unternehmen für mich Priorität." Die Fraktionschefin der Grünen, Ramona Pop, sagte, sie halte es für keine gute Idee, die S-Bahn an die BVG zu geben. Es drohe ein Monopolanbieter, der nicht zu steuern sei.