Rezession

Arbeitsmarkt: Im Herbst drohen Entlassungen

Die Rezession schlägt auf den Arbeitsmarkt durch. Die Zahl der Menschen ohne Job erhöhte sich im Juli nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) im Vergleich zum Vormonat um 52 000 auf 3,462 Millionen.

- Der Anstieg hätte allerdings ohne Änderung der Statistik sogar 82 000 betragen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren im Juli 252 000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Die Quote stieg um 0,1 Punkte auf 8,2 Prozent.

BA-Chef Frank-Jürgen Weise sagte, neben dem üblichen Anstieg durch die Sommerpause hinterlasse auch die Wirtschaftskrise ihre Spuren. "Insgesamt sind die bisherigen Auswirkungen des Abschwungs aber vergleichsweise moderat." Die BA beurteilt die Zukunftsaussichten allerdings düster. "Wir werden steigende Arbeitslosigkeit im Herbst und im Winter haben", sagte Weise. Mit dem Auslaufen der Kurzarbeit dürfte es bald vermehrt Entlassungen geben. Wegen der miserablen Auftragslage könnten allein im Maschinenbau 60 000 Jobs wegfallen, schätzen Experten.

Auch in Berlin nahm die Arbeitslosigkeit leicht zu. Die Quote lag mit 14,2 Prozent um 0,2 Prozentpunkte über der des Vormonats und um 0,5 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Seite 5