Polizei

Verbrecherjagd per Handy

Die Beamten der Berliner Polizei können von nun an auch während ihrer Streife per Handy auf das Polizei-Computersystem "Poliks" zugreifen. Nach fast einjähriger Testphase steht ihnen das neue mobile System "mPoliks" für ihre Arbeit zur Verfügung.

- Bislang mussten die Beamten, etwa wenn sie Personalien von Verdächtigen überprüfen wollten, umständlich per Funk oder Telefon die Daten durchgeben und auf eine Rückmeldung der Dienststelle warten. Mit dem neuen System können auf einem Taschencomputer ("PDA") Fahndungsdaten, Daten aus dem Einwohnermeldeamt, dem Kraftverkehrsamt oder dem Informationssystem des Schengener Abkommens direkt abgerufen werden. Bis Ende des Jahres sollen Fotos übertragen werden können. "Damit erleichtern wir die Identifizierung von Verdächtigen enorm", so Ulrich Bechem, Leiter der Abteilung Informations- und Kommunikationstechnik bei der Berliner Polizei. Zudem werde mit der neuen Technik die Übertragung relevanter Daten sicherer und schneller. Insgesamt sind in Berlin 260 PDAs im Einsatz, die in Zukunft von Streifenpolizisten, Fahndungskräften und Kripobeamten genutzt werden sollen. "Poliks" steht für das Polizeiliche Landessystem für Information, Kommunikation und Sachbearbeitung und wurde nach vierjähriger Planungs- und Entwicklungsarbeit Mitte April 2005 in Betrieb genommen. Bei der Entwicklung des neuen Systems "mPoliks" kooperierte die Polizei seit 2006 mit Wissenschaftlern des Instituts für Informatik der FU Berlin.