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Kinderpornografie: Provider wollen Seiten sperren

Provider wollen Seiten sperren

Fünf der acht großen deutschen Internetanbieter wollen sich ab 17. April vertraglich verpflichten, den Zugang zu Kinderpornoseiten zu sperren. Das Bundeskriminalamt (BKA) soll der Telekom, Vodafone/Arcor, O2, Kabel Deutschland und Alice tagesaktuelle Sperrlisten liefern. Wer die auf dem Index stehenden Seiten aufruft, dem wird künftig ein Stoppschild angezeigt. So sollen bis zu 400 000 Zugriffe pro Tag verhindert werden.

AP

Sparer demonstrieren in Berlin

600 deutsche Kunden der von der Finanzkrise schwer gebeutelten isländischen Kaupthing-Bank wollen heute in Berlin demonstrieren. Mit der Aktion unter dem Motto "Es reicht! Rückzahlung sofort!" soll Druck auf Politik und Banken ausgeübt und auf die Lage der rund 30 000 Geschädigten aufmerksam gemacht werden. Die Demonstration startet um 13 Uhr am Finanzministerium und führt zum Bundeskanzleramt.

ddp

Warnung vor DDR-Verklärung

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat vor einer Verklärung der DDR gewarnt. Auch 20 Jahre nach dem Mauerfall gebe es keinen Grund, "irgendeine Verharmlosung des Systems zuzulassen", sagte Wowereit. Die DDR sei eine Diktatur gewesen. Nach seiner Einschätzung ist der Vereinigungsprozess in Berlin "im Großen und Ganzen gut gelaufen".

ddp

Bundeswehr beschossen

Deutsche Soldaten sind im Norden Afghanistans erneut unter Beschuss geraten. Wie die Bundeswehr mitteilte, wurden auf eine Patrouille des Regionalen Wiederaufbauteams Kundus vier Raketen abgefeuert. Die Patrouille sei ausgewichen und habe ihren Auftrag fortgesetzt. Ob es Verletzte gab, wurde nicht bekannt. Erst am Dienstag war der Stützpunkt in Kundus beschossen worden.

dpa

Tiefensee wirbt für das Fahrrad

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) will Kommunen für Leihfahrräder zehn Millionen Euro zur Verfügung stellen. Die Initiative soll Bürgern ermöglichen, etwa von der Bushaltestelle nach Hause oder ins Büro zu radeln und auf das Auto zu verzichten, teilte das Ministerium gestern mit. "Kein Stau, keine lästige Parkplatzsuche, weniger Lärm, weniger Kohlendioxid und mehr körperliche Fitness", fasste Tiefensee die Vorteile des Modellversuchs zusammen.

dpa