Sicherheit

BKA fordert Reisewarnung für Türkei

Das Bundeskriminalamt (BKA) empfiehlt laut einem Bericht des "Focus", die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für deutsche Urlauber vom Südosten der Türkei auf das gesamte Land auszudehnen. Das Auswärtige Amt sah dafür jedoch gestern keinen Anlass.

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Wie der "Focus" weiter berichtet, befürchtet das BKA außerdem einen PKK-Anschlag auf Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU), weil er für die Maßnahmen gegen das kurdische Roj-TV verantwortlich gemacht werde. Deshalb sei "eine personenbezogene Gefährdung des Ministers in Betracht zu ziehen", heiße es in einer vertraulichen Gefahrenanalyse des BKA-Staatsschutzes. Dem Bericht zufolge gilt auch das Bundesinnenministerium in Berlin als mögliches Ziel von PKK-Anschlägen, ebenso wie die Polizeipräsidien in Wuppertal und Köln. Von dort aus werden Einsätze gegen PKK-Einrichtungen koordiniert. Schäubles Ministerium teilte jedoch umgehend mit, Hinweise auf konkrete Gefährdungen lägen nicht vor. Es gebe "sich verändernde Sicherheitslagen". Die Sicherheitsbehörden des Bundes stünden mit ihren ausländischen Partnerbehörden in einem stetigen Kontakt.