Experimente am Frankfurter Tor

Weit weg vom Trubel der Berlinale am Potsdamer Platz finden sich Filmemacher ausgerechnet in Friedrichshain ein.

Weit weg vom Trubel der Berlinale am Potsdamer Platz finden sich Filmemacher ausgerechnet in Friedrichshain ein. Sie treffen sich in der "Directors Lounge", in einem der mächtigen sozialistischen Turmbauten am Frankfurter Tor. Dort stellt der Kunstförderverein Treptow e.V. Edelsteine des Experimentalfilms und der Videokunst vor: Vier mal pro Abend, jeweils um 18.30 Uhr, um 20.30 Uhr, um 22 Uhr und um 24 Uhr findet eine Vorführung statt, die parallel auch ins Internet übertragen wird. Daneben gibt es jeden Tag verschiedene Installationen, zwischen ihnen sitzen Filmkünstler mit ihren Laptops und zeigen sich ihr neuesten Projekte. Die Lounge versteht sich als eine Galerie für die Randgebiete der filmischen Kunst, die bei der Berlinale selten Platz findet.

Heute Abend gibt es einen Dokumentarfilm über den Großcousin von Django Reinhardt, "Die Ballade von Schnuckenack Reinhardt", und danach den Kurzfilm "Die Beichte der Frittenfresser". Anschließend hat Filmemacherin Kim Collmer unter dem Sammelbegriff "Animated Experience" mehrere Animationen unterschiedlicher Machart zusammengestellt, vom klassischen Stopp-Trick über die computergenerierte Animation bis zum Internet-Produkt mittels der Software Flash. Ein skurriles Programm auf jeden Fall.

Directors Lounge am Frankfurter Tor, Karl-Marx-Allee 137, Friedrichshain. Tägl. ab 18 Uhr. Bis 19.2. Eintritt frei.

vd