Die Top-Szene-Clubs der Hauptstadt

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Wann Sie das letzte Mal mit dem Sonnenaufgang nach Hause gekommen sind, wissen Sie nicht mehr.

Wann Sie das letzte Mal mit dem Sonnenaufgang nach Hause gekommen sind, wissen Sie nicht mehr. Macht nichts. Damit Sie trotzdem beim Nachtleben mitreden können, haben wir für Sie nicht nur die Berliner Clubs, über die man spricht, zusammengetragen, sondern mit allerhand Fakten gespickt. So können Sie beim nächsten Fachsimpeln über Clubs mit Insiderwissen brillieren.

Tape: Den Club gibt es seit März 2007. Still und leise eröffnete er in einer Lagerhalle an der Heidestraße. In den Räumen lagerte übrigens früher Cookies seine Möbel zwischen. Der Dancefloor im Keller wird von drei Parabolspiegel-Lampen beleuchtet und junge Hipster tanzen zu Electro, Rio Funk bis Nu Rave. Erste große Aufmerksamkeit erlangt der Club mit dem Konzert von The Whitest Boy Alive, es folgte die After-Festival-Party vom "Berlin-Festival" und zu Silvester 2008 feierte "GMF" in den Hallen. Bald soll es auch einen Konzertraum geben, an dem wird aber noch gebastelt.

Fazit : Wer das WMF geliebt hat, wird sich im Tape zu Hause fühlen, Heidestraße 14, Moabit, Fr./Sbd., 23 Uhr,

www.tapeberlin.de

Picknick: Der heißeste Club-Newcomer 2007. Früher residierte das Picknick beim Weinbergspark und verlieh Picknick-Zubehör. Die dortigen Spontanpartys wurden Programm und residieren nun als Club nahe der US-Botschaft. Wer die 20er hinter sich gelassen, fühlt sich zwischen den trendigen Milchschnitten, schnell wie ein altes Eisen. Auf einem Floor läuft minimaler Electro, auf dem Kuschelfloor Hits und Schräges. Im Separee davor treffen sich die Macher von Morgen. Fashion-Designer, DJs, Models, Lebenskünstler in Uniformen, Marlene-Dietrich-Hosen und Streifen-Look halten dort Hof.

Fazit : Hot Spot für 20-jährige Bohemiens, Dorotheenstraße 90, Mitte, Sonnabend, 23 Uhr

Tausend: "In ist, wer drin ist." Nirgendwo in der Stadt trifft der Spruch besser als im Tausend, denn die Türkontrolle ist ähnlich hart wie früher im Cookies. Der Dresscode lautet "No Casual" und "No Sporty". Turnschuhträger - auch mit Limited Editions - haben es also schwer. Das "Tausend" (Achtung, niemals Eintausend sagen) ist eigentlich eine Bar, aber weil die Macher auch den 103 Club in Kreuzberg machen, gibt's immer wieder Live-Programm. Etwa am Dienstag beim "Verve Club" mit Marlango (12.2.) live. Das Interieur erinnert an James-Bond-Filme.

Fazit : Business-Leute und Kreative bei Champagner und Sehen und Gesehen werden, Schiffbauerdamm 11, Mitte, Di.-Sbd, 21 Uhr

Puro: Die Bar residiert im 20. Stock vom Europa Center und bietet einen 360-Grad-Blick über Berlin. Quasi vom Alex bis zum Funkturm. Kaum eröffnet, beherbergte die Lounge bereits die Michael-Michalsky-Party mit so illustren Gästen wie Klaus Wowereit. Der Barbereich erinnert an ein Kaminzimmer mit seinen dunklen Wänden, Parkett-Fußboden und Lounge-Betten. Der Dancefloor ist hingegen in Weiß gehalten und wartet mit einer feinen Anlage auf, denn ab und an gibt's über den Dächern der Stadt auch Partys.

Fazit : Toller Blick über die Stadt, Publikum gemischt, Studenten, Banker, Styler

Tauentzienstraße 11, Di.-Sbd., 20 Uhr,

www.puro-berlin.de

Crush: Wer vom Crush spricht, redet eigentlich vom Cookies. Der Eingang befindet sich jedoch nicht auf der Friedrichstraße, sondern um die Ecke zwischen Komischer Oper und Westin Grand. Über Hinterhöfe ("it's so Berlin") erreicht man das ehemalige Kino. "Crush" findet jeden Sonnabend statt, in Kooperation mit Schumi, einem der Mitbegründer vom "FC Magnet", und ist der Treffpunkt der Mitte-Schickeria.

Fazit : Cookies Jünger feiern wie in alten Zeiten in der Charlottenstraße, Behrenstrasse 55, Sbd., 24 Uhr,

www.mycrush.de

Club Noir: Das Far Out ist tot, es lebe Club Noir. Der Club neben der Schaubühne wird derzeit umgebaut und am 8. März eröffnet dann das Noir. Im ehemaligen Bhagwan-Tanztempel gibt's dann einen VIP-Bereich, alles soll sehr edel werden und housy. Macher Adriano Hess spielt im Berliner Nachtleben bisher keine tragende Rolle, daher bleibt es abzuwarten, wie der Club wird. Kurfürstendamm 156, Eröffnung am 8. März.