Tennis

Federer kontert Kritik von Becker: „Er hat keine Ahnung“

Der weltbeste Tennisspieler Roger Federer hat in ungewohnt scharfen Worten die Aussagen von Boris Becker über sein Verhältnis zu Novak Djokovic kritisiert.

„Ich finde solche Kommentare unnötig. Becker kann doch nicht wissen, ob ich ein Problem mit Djokovic habe“, sagte der 33 Jahre alte Profi aus der Schweiz in einem Interview der „Berner Zeitung“ am Rande des Rasenturniers in Halle/Westfalen. Dort trifft er nach dem 6:3, 7:5 gegen Ernests Gulbis (Lettland) im Viertelfinale auf den letzten im Turnier verbliebenen Deutschen Florian Mayer (Bayreuth).

Djokovics Trainer Becker soll laut englischen Medienberichten angedeutet haben, das Verhältnis zwischen seinem Schützling Novak Djokovic und Federer sei nicht gut. „Es ist immer gefährlich, wenn du viel redest: Manchmal sagst du Dinge, die du nicht sagen solltest. Auch ich muss in dieser Hinsicht aufpassen“, sagte Federer, schränkte aber ein: „Allerdings weiß ich nicht genau, was er wirklich gesagt hatte, zumal er auf Twitter einen halben Rückzieher machte.“

In dem Kurznachrichtendienst sprach Becker zuletzt von „Lügen“ und falsch wiedergegebenen Zitaten. In seinem neuen Buch thematisiert Becker aber auch das Image Federers und dass es nicht möglich sei, von allen gemocht zu werden. Auf die Frage, ob er sich oft verstellen müsse, sagte Federer: „Ach, Becker hat wirklich keine Ahnung. Eigentlich müsste er mich gut genug kennen, um zu wissen, dass ich ein entspannter Typ bin.“

Er schätze den dreimaligen Wimbledonsieger. „Ich betrachte ihn nicht in erster Linie als Coach von Djokovic, sondern ich sehe ihn als Boris Becker, zu dem ich früher hoch schaute.“