Ermittlungen

Fifa-Skandal: Neuer Vorwurf gegen Warner, Verhaftung in Italien

Der frühere Fifa-Vizepräsident Jack Warner steht nach Informationen der BBC im Verdacht, Hilfsgelder für Opfer des Erdbebens auf Haiti zur Seite geschafft zu haben.

Wie der britische Sender am Dienstag berichtete, ermittelt die US-Justiz gegen Warner. Der Weltfußball-Verband und der koreanischen Verband hatten insgesamt 750.000 US-Dollar (rund 665.000 Euro) gespendet. Bei dem Erdbeben waren 2010 mehrere 100.000 Menschen gestorben.

Warner ist einer von 14 Fußball-Spitzenfunktionären weltweit, gegen die die US-Justiz ermittelt. Die US-Behörden haben einen Auslieferungsantrag für Warner gestellt, der in seiner Heimat Trinidad und Tobago nach Hinterlegung einer Kaution in Höhe von 2,5 Millionen Dollar frei ist. Der 72-Jährige war der frühere Chef des Fußballverbandes für Nord- und Zentralamerika sowie der Karibik (CONCACAF). Die US-Justiz beschuldigt ihn der Korruption, Verschwörung sowie des organisierten Verbrechens. Warner hat alle Anschuldigungen zurückgewiesen.

Unterdessen ist ein in den Fifa-Skandal verwickelter argentinischer Unternehmer in Italien festgenommen worden. Alejandro Burzaco stellte sich am Dienstag gemeinsam mit seinen Anwälten der Polizei in Bozen, teilten die die Behörden mit. Der 51-Jährige arbeitete für eine Sportmarketing-Agentur und wurde von der US-Justiz gesucht. Die Anschuldigungen gegen Burzaco entsprechen denen, die Warner zur Last gelegt werden. Nach Angaben der Polizei sitzt er nun vorerst in Italien im Gefängnis.

( dpa )