"Unbefriedigend"

Deutsche Fechter bleiben bei der EM ohne eine Medaille

Die EM-Nullnummer der deutschen Fechter ist perfekt.

Vier Einzelentscheidungen in Montreux, keine Medaille – da zog Sportdirektor Sven Ressel verärgert Zwischenbilanz: „Dieses Gesamtergebnis ist natürlich unbefriedigend.“ Nun ruhen die letzten Erwartungen in den Individual-Events auf den Säbel-Weltmeistern: Nicolas Limbach und Co. sollen es am Montag richten. Ressel: „Da hoffen wir auf die erste Medaille.“

Die Enttäuschung war groß, Lichtblicke auf dem schweren Qualifikationsweg Richtung Rio 2016 gab es nicht. Britta Heidemann, Peter Joppich und Jörg Fiedler verloren früh. Olympiasiegerin Heidemann mit dem Degen und der viermalige Florett-Einzelweltmeister Joppich scheiterten unter den Top 32. Den einstigen Degen-Europameister Fiedler erwischte es im 64er-Feld beim 14:15 gegen den Rumänen Andrei Timoce.

Heidemann, die mit Achillessehnenproblemen antreten musste, verlor gegen Ungarns Weltranglistenerste Emese Szasz, die später Bronze gewann, mit 8:15. Der Koblenzer Joppich musste sich nach dem EM-Erfolg von 2013 und Bronze von 2014 dem Briten Richard Kruse mit 5:15 beugen. Dagegen drangen die aufstrebenden Bonner Florett-Männer Moritz Kröplin und André Sanita sowie Säbel-Hoffnung Anna Limbach immerhin unter die Top 16 vor.