Qualifikation

Fechterin Heidemann bangt nach EM-Pleite ums Olympiaticket

Die deutschen Florettfechter um den viermaligen Weltmeister Peter Joppich blieben bei der EM in der Schweiz ebenso ohne Einzel-Medaille wie die Degenfechterinnen.

Peking-Olympiasiegerin Britta Heidemann (Leverkusen) unterlag in der Runde der letzten 32 der Weltranglistenersten Emese Szasz aus Ungarn 8:15. „Wir warten noch auf das Platzen des Knotens“, sagte Heidemann, die wegen eines kuriosen Modus sogar um das Olympiaticket für Rio 2016 bangen muss, während weit schwächere Athletinnen teilnehmen dürfen. Acht mal drei Plätze werden über die Mannschaften vergeben, die deutsche Equipe wäre derzeit nicht qualifiziert. Bleiben acht Startplätze, aber nur zwei für Europa – diese werden über die Weltrangliste vergeben. Vor Heidemann als Weltranglisten-Achte stehen dort mehrere Fechterinnen aus Europa, die ebenfalls noch nicht über die Mannschaft qualifiziert sind. Die von Achillessehnenproblemen beeinträchtigte Heidemann hat aber Hoffnung, dass es im EM-Teamwettbewerb besser klappt. „Wir sind hochmotiviert. Ich würde mit der Mannschaft gerne weiter vorne landen als beim ersten Qualifikationsturnier (Platz 9, d. Red.). Ich würde gerne mit einer Medaille nach Hause fahren“, sagte sie: „Ein Platz unter den Top Acht wäre aber auch nicht so dramatisch.“ Ansonsten würde Heidemann mit viel Erfolgsdruck zur WM nach Moskau (13. bis 19. Juli) reisen. Stand jetzt wäre lediglich eine Handvoll deutsche Fechter für die Spiele qualifiziert, es droht die bislang kleinste deutsche Olympiamannschaft im Fechten überhaupt.