Bundesliga

Nicht nur bei Klopp: Große Emotionen zum Saisonfinale

Gegen Bremen wird BVB-Trainer Jürgen Klopp nach sieben Jahren seinen vorerst letzten Auftritt in Dortmund erleben.

Von einem „Klopp-Event“ will der 47-Jährige nichts wissen und bat darum, auf eine offizielle Verabschiedung zu verzichten. „Ich empfinde es als meine Aufgabe, vor dem Spiel nicht allzu viel Nostalgie zuzulassen“, sagte er. Stattdessen erhofft er sich eine letzte „Vollgasveranstaltung“. Mit einem Remis gegen Bremen wäre der Einzug in die Europa League garantiert. Da mit Sebastian Kehl nach 13 Jahren eine weitere Klub-Legende verabschiedet wird, sollten die BVB-Fans viele Taschentücher einstecken.

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Endlich darf der FC Bayern feiern. Am Sonnabend erhalten die Münchner ihren einzigen Pokal: die Meisterschale. Trainer Pep Guardiola („Die Leute in Deutschland reden zu viel, wir verdienen alle Bierduschen“) gab unterdessen bekannt, dass er die Einladung seines Ex-Klubs FC Barcelona zum Champions-League-Finale gegen Juventus Turin in Berlin nicht annehmen wird.

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Vor dem Spiel gegen Schalke 04 zog sich der HSV in die legendäre Sportschule von Malente zurück, die heute „Uwe-Seeler-Fußball-Park“ heißt. Ganz reibungslos verlief das Kurztrainingslager nicht. Bei einer Paddeltour kenterte das Boot von Pierre-Michel Lasogga, Heiko Westermann, Johan Djourou und Nicolai Müller. Hamburgs Oberbürgermeister Olaf Scholz gab sich beim Besuch trotzdem hoffnungsfroh. „Ich habe ein Team erlebt, das den Willen hat zu gewinnen“, sagte der SPD-Mann. Immerhin.

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Was dem Hamburger sein Malente, ist dem Hannoveraner Klosterpforte. Wie vor zwei Wochen suchten die 96er die Abgeschiedenheit im westfälischen Harsewinkel. „Wir werden keine Einheit im Kloster selbst abhalten und beten, sondern uns aufs Wesentliche konzentrieren,“ versicherte Trainer Michael Frontzeck. Ablenkung lieferte ein Kinobesuch des Actionthrillers „Run all night“ mit Liam Neeson.

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In Paderborn flogen am Mittwoch die Fetzen. „Halbe Sachen gehen nicht, sonst frisst uns Stuttgart auf“, fluchte Coach André Breitenreiter auf dem Trainingsplatz. Ein Wachrüttler allein wird allerdings nicht reichen. Selbst bei einem Sieg gegen den VfB wäre der Aufsteiger auf die Mithilfe der Konkurrenz angewiesen. Also greifen die Westfalen in die Trickkiste. Am Sonnabend werden 51 Schornsteinfeger ins Stadion eingeladen. Als Glücksbringer.

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Das Fachmagazin „Kicker“ hält in vier Stadien Torjägerkanonen bereit. Kandidaten sind der seit dem 25. Spieltag verletzte Frankfurter Alex Meier (19 Treffer), Bayerns Robert Lewandowski und Wolfsburgs Bas Dost (je 16) sowie Pierre-Emerick Aubameyang (15).