Personalien

BR Volleys trennen sich auch von Rob Bontje und Christian Dünnes

Der Erneuerungsprozess beim sechsmaligen deutschen Volleyball-Meister BR Volleys wird fortgesetzt.

Noch bevor ein Nachfolger für den nach fünf Jahren ausscheidenden australischen Trainer Mark Lebedew gefunden worden ist, verkündete der Klub gestern die Trennung von zwei weiteren Spielern. Mittelblocker Rob Bontje, 34, und Diagonalangreifer Christian Dünnes, 30, verlassen den Verein nach nur einer Saison. Die Berliner wollen ihre Positionen mit jüngeren Spielern neu besetzen.

„Beide haben eine wirklich gute Saison gespielt und uns mit ihrer Erfahrung in engen Situationen oft geholfen“, wird Geschäftsführer Kaweh Niroomand in einer Mitteilung der BR Volleys zitiert. Bontje wurde beim Final Four der Champions League in Berlin sogar als zweitbester Mittelblocker geehrt. Dünnes vertrat in der Finalserie um die Deutsche Meisterschaft gegen den VfB Friedrichshafen den verletzten Paul Carroll sehr ordentlich, konnte den Australier aber nicht ersetzen. Der Berliner Morgenpost hatte er gesagt: „Ich würde gern in Berlin bleiben.“ Nun aber wird er sich einen anderen Verein suchen und zudem Teammanager der deutschen Nationalmannschaft.

Damit verlassen schon insgesamt sechs Spieler aus der Vizemeister-Mannschaft der vergangenen Saison die Hauptstadt. Die Amerikaner Kawika Shoji (Arkas Izmir/Türkei) und Scott Touzinsky (Shanghai Tang Dynasty/China) wollten von sich aus wechseln, ebenso Libero Martin Krystof, der in seine tschechische Heimat zu Ceske Budejovice zurückkehrt. Aleksandar Spirovski hat seine Karriere beendet. Der einzige Spieler, der bisher seinen Vertrag verlängert hat und das gleich um drei Jahre, ist der 31-jährige Außenangreifer Robert Kromm.

Noch offen ist die Zukunft von Mittelblocker Felix Fischer, Diagonalangreifer Carroll und Außenangreifer Francesco de Marchi. Prognose: Der Italiener wird auch gehen, Fischer und Carroll, der sich zurzeit von einer Meniskusoperation erholt, werden bleiben. Noch einen Vertrag bis 2016 haben Mittelblocker Tomas Kmet, Zuspieler Sebastian Kühner und Libero Erik Shoji. Die wichtigste Entscheidung ist jedoch: Wer wird der neue Trainer des Champions-League-Teilnehmers? Niroomand hatte zuletzt angekündigt, dass die verbliebenen drei Kandidaten zur „Creme de la creme“ des europäischen Volleyballs zählen.