Unmut

Schalke-Fans erbost trotz Qualifikation für die Europa League

Als die Schalker Profis eine Viertelstunde nach Spielende nochmals aus der Kabine kamen und zu ihren Fans in der Nordkurve gingen, ernteten sie Beschimpfungen, Spott und Pfiffe.

Trotz des Erreichens des Minimalziels Europa League durch das glückliche 1:0 (0:0) im letzten Heimspiel gegen den SC Paderborn – dank eines Eigentores von Uwe Hünemeier (88.) – waren die königsblauen Anhänger nicht zu besänftigen.

Der Unmut gipfelte in einer Blockade des Haupt- und VIP-Eingangs, der aus Sicherheitsgründen vorübergehend sogar geschlossen werden musste. Derweil diskutierten die Schalker Vorstände Peter Peters und Horst Heldt draußen mit dem aufgebrachten Publikum. „Der Grund des emotionalen Ausbruchs ist, dass wir die Erwartungen nicht erfüllt haben. Wobei es eigentlich paradox ist, weil wir uns für die Europa League qualifiziert haben“, sagte Manager Heldt. Während des Spiels zeigten die Fans mit Plakaten gegen den Manager („169 cm Inkompetenz“) und gegen Aufsichtsratschef Clemens Tönnies („Der Fisch stinkt vom Kopf“, „Alles hat ein Ende, auch die Tönnies-Wurst“), wen sie für die sportliche Misere verantwortlich machen.