Basketball

Schröder und Atlanta erst nach Videobeweis im NBA-Halbfinale

Selbst nach der Schlusssirene mussten Dennis Schröder und die Atlanta Hawks noch um den historischen Halbfinal-Einzug bangen.

In einer packenden Play-off-Partie hatte Paul Pierce vermeintlich in letzter Sekunde den Ausgleich für die Washington Wizards erzielt. Erst nach zwei Minuten und eingehendem Videostudium entschieden die Schiedsrichter, dass die Fingerspitzen des Routiniers beim Dreipunktewurf noch den Ball berührten, als die Uhr abgelaufen war. Kein Korb – 94:91 für Atlanta.

Die Hawks gehören das erste Mal seit 1970 wieder zu den Top Vier in der Basketball-Profiliga NBA und treffen nun auf die Cleveland Cavaliers und Superstar LeBron James. „Ich hatte beinahe einen Herzanfall“, gab Spielmacher Jeff Teague angesichts des spannenden Showdowns zu. Nachdem Schröder zuletzt auch mehrfach in der Schlussphase das Vertrauen von Trainer Mike Budenholzer bekommen hatte, glänzten diesmal vor allem die etatmäßigen Starter Teague (20 Punkte), DeMarre Carroll (25) oder Paul Millsap (20). Doch auch Schröder zeigte in 22 Minuten mit neun Punkten, vier Assists und drei Balleroberungen wieder eine ansprechende Leistung, auch wenn der 21 Jahre alte Braunschweiger lediglich drei seiner zwölf Feldwürfe traf.

Im Duell mit den Cleveland Cavaliers und Superstar James streben die Hawks nun den ersten Sprung in ein NBA-Finale seit 1961 an, damals war der Klub noch in St. Louis angesiedelt. „Es ist großartig, LeBron ist der beste Spieler der Welt. Ich nehme die Herausforderung gerne an“, sagte Carroll, dem wohl die Hauptlast in der Verteidigung gegen James zukommen wird.