Turnier

Handball-Füchse fiebern Finale im EHF-Cup entgegen

Nur Sorgen um Zachrisson und Nielsen trüben die Vorbereitung

Nach den Stabilitätsübungen und einer Einheit im Kraftraum wurde noch die Kondition beansprucht. Ein Läufchen über 20 Minuten schloss am Dienstagvormittag das Training der Füchse im Sportforum ab. Linksaußen Fredrik Petersen riss sich angesichts der sommerlichen Temperaturen das T-Shirt vom Leib und preschte mit einem Jubelschrei vorneweg, Kapitän Iker Romero begleitete seine Mannschaft mit dem Rad – sein geschädigtes rechtes Knie verbietet ihm das Joggen – und trieb die Kollegen mit spanischen Anfeuerungslauten an. Und auch Dagur Sigurdsson, Trainer der Füchse, erlaubte sich vor Füchse Town ein feines Lächeln.

Nach dem DHB-Pokal (Aus im Halbfinale) ist für die Füchse vor dem EHF-Pokal. Am Sonnabend (17.30 Uhr, Max-Schmeling-Halle) treffen sie im zweiten Halbfinale der Endrunde des europäischen Wettbewerbs vor heimischer Kulisse auf RK Gorenje Velenje (Slowenien). Zuvor spielen Skjern Handbold (Dänemark) und der HSV Handball den ersten Finalteilnehmer des EHF-Cups aus. Das Finale steigt am Sonntag um 17.30 Uhr (Spiel um Platz drei um 14.30 Uhr/Tickets im Internet: www.ticketmaster.de). Und Coach Sigurdsson sagt: „Wir müssen ein kleines Wunder vollbringen, aber das Leben ist einfach schöner und besser, wenn man gewinnt. Und so etwas ist uns in der Schmeling-Halle ja schön öfter gelungen.“

Hannings Appell an die Fans

Für die Füchse ist es die große Chance, den ersten internationalen Titel der Vereinsgeschichte zu gewinnen. Mit Velenje sieht Sigurdsson sein Team auf Augenhöhe, das gilt auch für die beiden anderen Mannschaften. „Wir müssen unser Spiel auf die Reihe kriegen, sind voll motiviert“, sagte der Isländer, bleibt aber gelassen. „Sicher wäre es interessant, überemotional an das Turnier heranzugehen. Doch für mich ist eine ganz normale Vorbereitung angesagt. Alles ist offen, viel passiert im Kopf.“ Sein Team jedenfalls sei bereit. „Aber am Ende ist es Handball, das Spiel wird auf dem Platz entschieden. Wir werden für den Titel alles tun.“

Die freudvolle Vorbereitung auf das Final Four wurde zu Wochenbeginn nur durch das Fehlen von Rechtsaußen Mattias Zachrisson (Fuß) und Kreisläufer Jesper Nielsen (Grippe) getrübt. „Das ist natürlich keine optimale Vorbereitung, doch wir werden das Beste daraus machen“, sagte Sigurdsson, der spätestens am Donnerstag auf die Rückkehr der beiden Stammspieler hofft.

Die Füchse setzen auch auf die Unterstützung der Fans. Und hoffen auf zahlreichen Zuspruch. Geschäftsführer Bob Hanning appelliert an die Anhänger: „Um das Wunder zu schaffen, brauchen wir unsere Fans und eine volle Halle.“